OpenSuSE 11.2 auf dem Netbook – der erste Eindruck. Positiv?

Positiv: ja. Zufriedenstellend: nicht richtig. Erwartungen erfüllt: nein.

Nun ist es schon eine Weile her, dass ich OpenSuSE in der Version 11.2 auf meinem Netbook installiert habe;
Wieder ganz regulär das DVD Image aus dem Netz geladen, entpackt, Dateien auf den USB-Stick  geschoben, Dateien verschoben und geändert, syslinux ausgeführt und in den Acer Aspire One eingespeist.

Installation lief ohne Probleme. Desktopumgebung natürlich KDE4. Nebenbei liegt noch Windows 7 drauf und alles läuft bestens. Fast alles.

Was mich vorher bei OpenSuSE mit dem Netbook gestört hat, stört mich auch mit der neuen Version noch. Das größte Problem für einen Netbook-User ist der geringe Platz auf dem Bildschirm. Und sowohl bei den alten Versionen als auch bei der neuen Version von OpenSuSE passen viele Fenster immer noch nicht korrekt in die Auflösung von 1024*600px rein.

Fenster sprengt die Anzeige, Arbeiten wird erschwert

Fenster sprengt die Anzeige, Arbeiten wird erschwert

Buttons, Labels, Textfelder etc. verschwinden weit unter die Taskleiste oder rechts über den “Tellerrand” hinaus und man kann sie nicht mehr betätigen.
So auch bei der Taskleiste; man kann diese nicht konfigurieren, da der Button dafür nicht mehr im “Bild” ist. Im englischen Modus wiederum sieht man den Button für die Einstellungen. Echt nervig.

Hardwareseitig wurde alles super erkannt. Meine Webcam, mein Mikrofon, das Touchpad, der Wirelessadapter und sonstige angeschlossene Hardware, wie zum Beispiel mein o2 SurfStick der Marke Huwai.

Mit ein paar Einstellungen für den Surfstick im neuen knetworkmanager ist die Arbeit getan und man kann sofort loslegen. Der Stick verbindet sich schneller als unter Windows. Vielleicht lieg es auch an dem MobilePartner von o2, der irgendwie immer etwas länger brauch. Das einzige Manko ist, dass der knetworkmanager im root-Modus ausgeführt werden muss, da sonst keine Internetverbindung aufgebaut bzw. genutzt werden kann. Warum das so ist, weiß ich noch nicht, ich werde mich da noch schlau machen. Auf jeden Fall habe ich den Benutzer schon in der tty-Gruppe hinzugefügt, aber ohne root-Rechten will sich das (mobile) Internet nicht öffnen. Vielleicht habt ihr da eine Idee. Die Aktion ist dann auch immer recht zeitintensiv und nervenraubend.

Fazit:
Im Großen und Ganzen ist OpenSuSE wieder ein Schritt besser geworden, auch wenn es meiner Meinung nach nicht ein großer Schritt ist. Die SuSE bootet schneller und lässt sich auch sonst gut bedienen. Man muss sich auch nicht mehr mit einem Mix aus KDE-3 und KDE-4-Anwendungen herumschlagen.
Also; Wer schon vorher Gefallen an OpenSuSE gefunden hat, wird jetzt auf keinenFall enttäuscht sein.

Ein Vergleichstest mit Windows 7 wird folgen. Auch werden Konfigurationseinblicke und Optimierungsvorgehensweisen folgen, um einen noch tieferen Einblick in die neue SuSE zu bekommen.

7 Antworten zu “OpenSuSE 11.2 auf dem Netbook – der erste Eindruck. Positiv?”


  1. 1Thomas

    HiAykut,
    mein Erfahrungen mit openSUSE 11.2 auf dem Netbook Acer Aspire decken sich im Großen und Ganzen mit Deinen. Es reduziert sich eigentlich auf das Problem mit der Platzverteilung auf dem kleinen Bildschirm und KDE.
    Aber KDE arbeitet ja an einer Netbookoptimierten KDE Version.
    Schon mal das KDE 4.x Netbook-Thema ausprobiert ?
    Gruß Thomas

  2. 2Aykut Çevik

    Hi Thomas,
    ich hoffe, die optimierte KDE Version lässt nicht lange auf sich warten.
    Das KDE-Netbook-Thema hatte ich schon mal vorher ausprobiert, so richtig begeistert war ich damals nicht. Ich werde es mir nochmal anschauen. :)
    Gruß, Aykut

  3. 3Thomas Böni

    Hi ihr Linux Cracks,

    leider kann ich die positiven Erfahrungen bei mir nicht erleben. Nach Anleitung aus dem Magazin Open Source Spezial (01/2010) Suse 11.2 via Memory Stick parallel zu Windows Starter 7 installiert. Leider lässt sich die WLAN-Karte nicht dazu bewegen, aktiv zu werden (Netzwerkstatus: Sie sind offline !). Unter Windows gehts, kann also weder an der Karte noch am D-Link Router liegen. Irgendwie scheint die Konfiguration nicht korrekt zu sein.
    Mit YAST kann ich nichts ausrichten, Yast reklamiert, wlan0 sei unter Kontrolle des NetworkManagers…was habt ihr denn beim Network Manager für Konfigurationen eingestellt ?

    Drahtlos:
    SSID: ?
    Modus: ?
    BSSID: ?
    Auf Schnittstelle beschränken: ?
    MTU: ?

    und ich habe noch ein Passwort für die Verschlüsselung, das müsste ich doch auch irgendwo angeben.

    Bin als nicht Linux-Spezialist ziemlich ratlos…möchte nicht den TCP/IP Doktor machen, einfach nur Firefox starten…

    Danke für jeden Tipp.
    Thomas

  4. 4Aykut Çevik

    Hi Thomas,

    eigentlich müsste KNetworkmanager deine Netzwerke automatisch finden und in einer Liste anzeigen.
    Es müsste theoretisch reichen, wenn du die SSID (den Namen des Netzwerks) angibst. Schaue dir die Einstellungsmöglichkeiten nochmal genauer an, dort solltest du auch die Verschlüsselungsmethode wählen und das Passwort eingeben können.

    Grüße,
    Aykut

  5. 5Frikler

    Hallo Thomas,

    ich habe gestern Abend von KDE 4.3 auf KDE 4.4 aktualisiert. Seit dem läuft KNetworkmanager nicht mehr unter dem user, sondern nur noch unter root. Das ist ja genau das, was du oben beschreibst. Weißt Du inzwischen eine Lösung?

    Gruß
    Frikler

  6. 6Thomas

    Hallo Thomas,

    deiner Darstellung entnehme ich, dass deine WLAN Karte ordnungsgemäß erkannt wurde und dass du jetzt nur noch die Einstellungen brauchst um dich mit deinem bestehenden WLAN Netzwerk zu verbinden, Richtig?
    Da der Networkmanager jetzt die Kontrolle darüber hat, lässt dich Yast solange da nicht ran. Das ist auch erst mal okay so.
    Der Networkmanager sollte dein WLAN-Netzwerk eigentlich automatisch finden und den Namen des Netzwerkes ( = SSID ) anzeigen. Vorausgesetzt das Netzwerk ist nicht als “versteckt” am Router konfiguriert.
    SSID: = Name des Netzwerkes
    Modus: = in der Regel Infrastruktur
    BSSID: = bleibt leer
    Auf Schnittstelle beschränken: = jede
    MTU: = Automatisch
    Bei “Drahtlossicherheit” dann die “Verschlüsselung” auswählen und dort kommt dann auch das Passwort rein.
    Also solange du mit dem Networkmanager arbeitest, kommen auch alle Einstellungen und Eingaben da rein. Da kannst du deine Verbindungen bearbeiten, verwalten und neue erstellen.

    Gruß (auch ein) Thomas
    http://www.openSUSE-lernen.de

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