Gnome mit openSUSE – die richtige Wahl

Nun ja, der Titel mag jetzt für die alten KDE-Verfechter recht provokativ wirken, doch es ist auch nur meine persönliche Meinung, warum man bei einer Netbook-Installation von openSUSE lieber Gnome als KDE nehmen sollte. Als ich mein laufendes und konfiguriertes openSUSE-System leider zerschossen hatte, war es an der Zeit, openSUSE neu zu installieren – ich wollte mir die Arbeit der Reparatur ersparen. Und wie auch anders zu erwarten, der Grund dieses Artikels, wählte ich als Desktopumgebung Gnome aus und alles ging seinen Lauf.

Das erste was mir auffiel war, dass die Fenster (fast alle) immer richtig angezeigt wurden und man so auch die Buttons der Einstellungsmasken etc. aufrufen konnte – m. E. ein wichtiger Bestandteil bei Netbooks. Auch war es bemerkenswert, wie wenig Arbeitsspeicher Gnome  frisst, laut Systemüberwachung sind es nur ~150 MiB. Auch der Networkmanager brachte mich zum Staunen: Nach dem Anschließen meines Handys an das Netbook generierte der Networkmanager automatisch eine Verbindung und nahm mir etliche Konfigurationen ab, so auch beim Reinstecken des Surfsticks – Der Networkmanager generierte wieder eine Verbindung, fragte nur nach meiner Pin und fertig aufgestellt war die Verbindung. Obwohl wahrscheinlich die Networkmanager der Desktopumgebungen Gnome und KDE hier auf die gleichen Libs basieren, konnte der KNetworkManager diese Dinge nicht so elegant lösen. Ein dickes Plus hier an die Mobilität von Gnome.

Zwar mag KDE schöner aussehen und mehr “bling bling” besitzen, doch das sollte man als Netbook-User weniger beachten. Nichtsdestotrotz möchte ich hier niemanden etwas einreden.

Ich werde absofort nur noch Gnome als Desktopumgebung nutzen, zumindest auf dem Netbook. Es besteht ja auch die Möglichkeit, mehrere Sessions zu nutzen – dies sollte man auch noch vor Augen haben.

In diesem Sinne, be a Gnome.

2 Antworten zu “Gnome mit openSUSE – die richtige Wahl”


  1. 1Thomas

    Hallo Aykut,

    obwohl ich eher zu den KDE Fans gehöre, stimme ich Dir zu. Wenn man wie bei einem Netbook auf Resourcen und Bildschirmmasse Rücksicht nehmen muss, gibt es zur Zeit bessere Alternativen als KDE. Und mir ist auch aufgefallen das der Gnome Networkmanager bei Breitbandverbindungen mit Handy oder Surfstick anderes ( oder jaa, zugegeben BESSER ;-) ) funktioniert als sein KDE Pendant.
    Ich habe inzwischen ein Netbook HP Mini 210. Mein openSUSE 11.2 mit KDE 4.4.3 arbeitet da aber ausreichend schnell. Die Verbindung per Handy hat da aber bisher noch nicht geklappt.
    Übrigens: Interessant wird bei openSUSE 11.3 auch der LXDE Desktop.Der gefällt mir auch sehr gut, zumindest als Nettbook Desktop. Schlank, schnell, schick. Mal sehen …

    Gruß Thomas
    (www.openSUSE-lernen.de

  2. 2Aykut Çevik

    LXDE Desktop? Kenn ich noch gar nicht. Wenn dieser mehr Ressourcen schont als Gnome, bin ich dabei ;)
    Sind ja nur noch paar Tage bis zur neuen SUSE :)

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